Verein für Geschichte
und Heimatkunde Bedburg e.V.

Bedburg Judenfriedhof



Der Vorsteher der Judenschaft, Gabriel Jompen kauft im Jahr 1837 von den Erben des verstorbenen Bürgermeisters Johann Wilhelm Huttanus dieses Gelände. 1852 wurde die Friedhofsmauer mit dem Tor erstellt und durch den Nachlass von Isaac Hasendahl finanziert. Heute sind etwa 60 Grabstellen zu erkennen, es könnten auch mehr sein, denn ein durch Starkregen ausgelöster Hangrutsch von 1936 hat einige Zerstörungen verursacht.

Unter politischem Druck sollte im Frühjahr 1939 das Gelände an eine Privatperson verkauft werden. Der Kaufvertrag musste aber von der Stadt genehmigt werden. Der Jude, der das Gelände kaufen wollte, wurde aber von der Stadt abgelehnt mit folgender Begründung. „Gegen die Person des Erwerbers bestehen Bedenken, da für eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung keine Gewähr besteht. Der Ankäufer hat sein Besitztum sehr vernachlässigt, sein Hausgarten ist total verunkrautet und sein Garten verwahrlost“. So wurde der Friedhof vor einem Verkauf gerettet.

Der Judenfriedhof ging später in den Besitz der Stadt Bedburg, nachdem hier keine Juden mehr ansässig waren. Während der Kriegsjahre kam es zu gravierenden Zerstörungen an den Grabdenkmäler. Nach 1945 wurden die Grabsteine neu aufgerichtet aber nicht an ihrer ursprünglichen Stelle.

Der älteste Grabstein, mit dem Namen von David Frank, datiert aus dem Jahr 1832, der jüngste Stein ist von Sally Levy aus dem Jahr 1939. Es befindet sich ein alter Stein auf dem Gelände, wo die Schrift allerdings verwittert ist, der vermutlich vom alten jüdischen Friedhof stammt. Dieser alte jüdische Friedhof war nicht weit entfernt, er lang an der Johannisstrasse und ist heute überbaut.

Weitere Infos:

Gedenktafeln zum Jüdischen Leben in Bedburg
Spuren jüdischer Bürger
Stolpersteine in neuem Glanz


Grabstein Jakob Levy